Luchs

Der Jäger kleiner Paarhufer

Nach dem Bären und dem Wolf ist der Luchs das grösste Landraubtier, das in Europa heimisch ist. Doch während des 19. Jahrhunderts starb der Luchs in der Schweiz aus. Er wurde aufgrund seines wertvoll gefleckten Fells, aber auch als Räuber von Nutztierherden gejagt. Weitere Gründe für das Verschwinden im Alpenraum waren die Zerstörung des Lebensraums aufgrund der Abholzung von Wäldern für landwirtschaftliche Flächen sowie der Rückgang der natürlichen Beutetiere. 

Seit bald 50 Jahren lebt der Luchs wieder in der Schweiz. Mit der Rettung der Wälder und der wilden Paarhufer im 20. Jahrhundert waren die Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung gegeben. Von 1971 bis 1975 wurden zehn Luchse aus den Karpaten (Slowakei) im Kanton Obwalden angesiedelt. Mit dem Luchs-Umsiedlungsprojekt Nordostschweiz (LUNO) wurde ein wichtiger Schritt unternommen, um die Ausbreitung in der gesamten Schweiz weiter zu fördern. Seither konnte sich eine stabile Population etablieren. Dennoch gilt die Art heute noch zu Recht als bedroht. Für ihre Erhaltung im Alpenraum trägt die Schweiz eine spezielle Verantwortung.

Situation Zentralschweiz

In der Zentralschweiz konnte sich die Luchspopulation seit Beginn des Monitorings leicht erholen. Im Referenzgebiet Zentralschweiz Mitte (705 km2) wurde im Winter 2013/2014 eine Dichte von 1,13 Luchse pro 100 km2 ermittelt. Somit hat sich die Dichte seit den Anfängen des Montorings signifikant erhöht. Die Messungen erfolgen jeweils während 2 Wintermonaten mittels Fotofallen in einem definierten Referenzgebiet. 

Engagement WWF

Der WWF Schweiz setzt sich bereits seit 1991 aktiv zum schweizweiten Schutz der Luchse ein. Siehe detailliertere Angaben unter "mehr anzeigen". Auch die zentralschweizer WWF Sektionen Uri/Nidwalden/Obwalden werden sich im Rahmen des Biodiversitätsprojekts von 2016 bis 2018 in vielfältiger Weise für den Luchs in der Zentralschweiz einsetzen.

- Schutzstrategien:
Im Alpinen Raum werden Lebensräume und Korridore zur Wanderung innerhalb der Alpen vom WWF unter Schutz gestellt, um eine überlebensfähige Luchspopulation aufzubauen

- Aufklärungsarbeit:
Um die Akzeptanz und Unterstützung der Bevölkerung in Gebieten, in denen Luchse leben, zu gewinnen leistet der WWF Sensibilisierungsarbeit.

- Schutz von Nutztierherden:
Zusammen mit Bauern und Tierhaltern werden Schutzmassnahmen in der alpinen Region erarbeitet. Die Zahl der durch den Luchs gerissenen Haustiere konnte durch Präventionsmassnahmen (Elektrozaun, Herdenschutzhunde) bedeutend verringert werden.

- Monitoring:
Der WWF beobachtet und sammelt Daten von mit Sendern ausgestatteten Luchsen und überwacht so die Luchspopulationen. 

Faktenblatt Luchs in der Zentralschweiz

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