Jubiläumsjahr 2017

Drei Gründe zum Feiern!

Drei Zentralschweizer Kantonal-Sektionen feiern runde Geburtstage: Luzern, Unterwalden mit 30-jähriger Vergangenheit und Zug mit 40 Lenzen. Eigentlich gibt es den WWF aber schon seit 43 Jahren in der Zentralschweiz, gegründet als WWF Waldstättersee, der nach der Gründung des WWF Luzern 1987 aufgelöst wurde.

Der WWF hat in der Zentralschweiz viel erlebt. Seit den 1970er- Jahre ist die Region geprägt durch Auseinandersetzungen um geplante Atomkraftwerke und Atomendlager in Luzern, Uri und Nidwalden. In Obwalden begann ebenfalls in den 1970er-Jahren die staatliche Luchsauswilderung, die dazu führte, dass die zuvor während einem Jahrhundert ausgerottete Wildkatze in der Schweiz wieder Boden gewann. Auch der WWF mischte in dieser Geschichte kräftig mit. Den grössten Erfolg erlebte der WWF 1987 mit der gewonnenen Volksabstimmung zu Rothenthurm. Dieser während 15 Jahren Seite geführte Kampf - Seite an Seite mit Bauern, die hätten enteignet werden sollen - hatte zur Folge, dass der geplante Waffenplatz nicht gebaut wurde. Das einzigartige Schwyzerisch-Zugerische Hochmoor blieb somit verschont. Und nicht nur das: Die Initiative führte zum schweizweiten Schutz von Mooren und Moorlandschaften. Im Kanton Zug fanden in den ausgehenden 1990er-Jahren heftige Auseinandersetzungen um den Kiesabbau in den Moränenlandschaften des Zuger Oberlandes statt, auch WWF-interne. Im Kanton Luzern unterstützte der WWF Ende der 1990er-Jahre die Entstehung der UNESCO Biosphäre Entlebuch und initiierte die Biosphärenschule, die bis heute besteht.

Heute beschäftigt sich der WWF schwergewichtig mit Gewässerschutz, Raumplanung und Energiefragen. Jede Sektion hat eine Geschäftsleitung und einen ehrenamtlichen Vorstand. In der Zentralschweiz hat der WWF aber auch ein Netz von nahezu hundert Freiwilligen, die Projekte, Aktionen oder Büroarbeiten für die Organisation übernehmen. Den grössten Kraftaufwand betrieb die Organisation 2016/17 mit dem Aufbau der kantonalen Komitees für ein Ja zur Energiestrategie 2050. Und es hat sich gelohnt: 58% der Schweizer und Schweizerinnen sagten Ja zur Vorlage. Ein Grund mehr, zu jublilieren!

Grösster Erfolg des WWF in der Zentralschweiz; Seite an Seite mit den Bauern wurde 1987 die Rothenturm-Volksinitiative lanciert und gewonnen. Dies führte zur Verankerung des Moorschutzes in der Verfassung. Das Bild zeigt eine Karrikatur zum damaligen Bundesrat Chevallaz, der dem EMD vorstand. (c) Schweizerisches Sozialarchiv
.hausformat | Webdesign, TYPO3, 3D Animation, Video, Game, Print