Herdenschutz verbessern statt Stimmungsmache unterstützen

14. September 2018

Der Urner Regierungsrat hat heute seine Einschätzung zur kantonalen Volksinitiative "Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri" publiziert und empfiehlt dem Landrat deren Ablehnung. Für den WWF Uri ist die Initiative hauptsächlich ein populistisches Mittel zur Stimmungsmache gegen den Wolf, Luchs und Bär.

Der Urner Regierungsrat reagierte heute mit einem Bericht und einem Antrag an den Landrat auf die Volksinitiative «Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri». Der Bericht bestätigt die ursprüngliche Haltung des WWF Uri: Die Forderungen sind teilweise unvereinbar mit dem Bundesrecht oder werden bereits erfüllt und haben so kaum Konsequenzen für die gängige Praxis. Der WWF Uri empfiehlt dem Landrat deshalb, der Empfehlung des Regierungsrates zu folgen und die Initiative abzulehnen. Auf den Gegenvorschlag einer Standesinitiative hingegen ist zu verzichten. Erstens ist eine solche hinsichtlich der geplanten Revision des eidgenössischen Jagdgesetzes unnötig und zweitens stärkt man nur den Gegnern von Grossraubtieren den Rücken, obwohl es diesen lediglich um Stimmungsmache gegen Wolf, Luchs und Bär geht. Statt die Zeit in eine Standesinitiative zu investieren sollte sie für weitere und dringend notwendige Verbesserungen des Herdenschutzes in Uri eingesetzt werden.

.hausformat | Webdesign, TYPO3, 3D Animation, Video, Game, Print