Im Einsatz für den Herdenschutz
Die Rückkehr des Wolfs stellt die Alp- und Weidewirtschaft vor neue Anforderungen – und eröffnet zugleich neue Formen der Zusammenarbeit. Freiwillige unterstützen Älplerinnen und Älpler direkt vor Ort bei konkreten Herdenschutzmassnahmen. So werden Betriebe entlastet, Schutzmassnahmen wirksam umgesetzt und Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten arbeiten gemeinsam für eine lebendige Kulturlandschaft.
Jetzt mithelfen – im Kanton Obwalden
Im Herbst 2025 wurde im Kleinen Melchtal das erste Wolfsrudel im Kanton Obwalden nachgewiesen. Seither wird der Herdenschutz weiterentwickelt – mit einem klaren Ziel: praktikable und wirksame Lösungen vor Ort umzusetzen. Als Träger des Projekts im Kanton Obwalden suchen WWF, Pro Natura und der Kanton Obwalden Freiwillige, die bereit sind, mit anzupacken. Die Einsätze sind einfach organisiert und erfordern keine speziellen Vorkenntnisse – wichtig sind Freude an der Natur, eine gute körperliche Verfassung und Flexibilität.
Mach mit und werde Teil des Herdenschutzes in Obwalden
Nach der Anmeldung erhältst du die Aufforderung, unserem Chat beizutreten. Als Mitglied des Chats bist du Teil des Freiwilligen-Pools und erhältst konkrete Einsatz-Anfragen mit Ort, Zeit und Aufgaben. Auf diese kannst du dich jeweils melden, oder nicht. Ein erster Einsatz ist bereits auf Anfang Juni 2026 möglich.
Weitere Herdenschutzprojekte in der Schweiz
Freiwilliger Herdenschutz hat sich in verschiedenen Regionen der Schweiz bereits bewährt:
Pasturs Voluntaris (Graubünden)
Freiwillige aus der ganzen Schweiz werden geschult und unterstützen Betriebe gezielt bei Herdenschutzmassnahmen – etwa beim Zäunen, beim Weidewechsel oder bei weiteren praktischen Arbeiten im Gelände (Weitere Informationen).
OPPAL (Romandie)
Das Programm stellt Nachtwächter:innen zur Verfügung, die Herden während der Nacht sichern. So werden Bewirtschafter:innen entlastet und ein kontinuierlicher Schutz gewährleistet (Weitere Informationen).
Diese Initiativen zeigen: Wenn viele Menschen zusammenarbeiten, kann Herdenschutz effektiv umgesetzt werden – und gleichzeitig entsteht mehr Verständnis zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.



