Bartgeier

Der grösste Vogel Europas

Der Bartgeier war einst in fast allen Gebirgen Südeuropas und in den Alpen verbreitet. Ein fatales Missverständnis war der Hauptgrund für seine Ausrottung im Verlauf des 19. Jahrhunderts. Dem Bartgeier wurde nachgesagt, er würde Lämmer im wilden Sturzflug erlegen, Steinwild über den tödlichen Abgrund treiben und gar vor Kinderraub nicht zurückschrecken. 


Seit 1986 unterstützt der WWF die Wiederansiedlung der Bartgeier. Seither wurden über 200 Junggeier, die noch flugunfähig waren, aus dem Zuchtprogramm freigelassen und ca. 150 Bartgeier wurden in der Folge im Freiland geboren und ausgeflogen (Stand 2015). Unter Mithilfe vom Amt für Wald und Landschaft und der Wildhut in Kerns (OW) konnte auch ein idealer Standort für eine Wiederansiedlung in der Zentralschweiz gefunden werden.

In den Jahren 2015 und 2016 wurden je drei, im Jahr 2017 zwei Jungbartgeier im eidgenössischen Jagdbanngebiet Huetstock auf der Melchsee-Frutt (OW) angesiedelt und ausgewildert. Durch den guten Steinbock- und Gämsbestand findet der Bartgeier als Aasfresser eine optimale Nahrungsgrundlage. Wir freuen uns auf die Bereicherung unseres Alpenraums mit diesem prächtigen Vogel. Die Jungvögel lassen sich Juni/Juli in den 3 – 4 Wochen nach den Aussetzungen am besten beobachten. Besuchen Sie den Beobachtungsstand (Karte zum Download) auf dem Hengliboden oder informieren Sie sich über die Streifzüge der ausgesetzten Vögel.

Engagement & aktuelle Informationen

Der WWF Unterwalden hat im regionalen Patronatskomitee Einsitz. Der WWF Zentralschweiz ist Wegbereiter und Mitfinanzierer der Bartgeierauswilderung auf der Melchseefrutt und hat für Bartgeierin "Trudi" die Namenspatenschaft übernommen. Unter folgendem Link finden Sie aktuelle Informationen rund um unser Patenkind...

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Faktenblatt Bartgeier in der Zentralschweiz

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