Wolf

Willkommen zu Hause!

Seit 1995 ist der Wolf zurück in der Schweiz. Doch jedes Mal, wenn ein Wolf Schafe reisst, bricht Hysterie aus. Das zeigt: Grossraubtiere brauchen und nehmen sich Platz. In der Natur, aber vor allem in unseren Köpfen.

Der Wolf hat sich im Berggebiet der Schweiz allmählich wieder ausgebreitet. Mittlerweile existieren wieder geschätzte 35 - 40 Individuen (Stand 2017). Das Zusammenleben mit dem Grossraubtier Wolf erfordert Toleranz und den Willen, sich anzupassen. Dies betrifft vor allem die derzeitige Form der Schafhaltung, bei der noch fast die Hälfte der Tiere ohne Schutz auf den Alpen weiden. Ungeschützte Haustiere sind für den Wolf geradezu eine Einladung, da sie leichter zu erbeuten sind als Wildtiere. Für den Menschen bedeuten Wölfe keine Gefahr. Sie sind scheue Tiere und meiden Menschen und Gefahren. Der WWF unterstützt die Rückkehr dieser ökologisch wertvollen Wildtiere, und hilft mit, dass die Konflikte mit der Alpwirtschaft (u.a. durch Herdenschutzhunde) verringert werden. Mehr dazu hier.

Der Wolf in der Zentralschweiz

(c) Chris Martin Bahr, WWF

Nach dem Beginn der natürlichen Wiederbesiedlung durch den Wolf ab 1995 aus Frankreich und Italien, ging es zunächst relativ lange, bis Wölfe in der Schweiz als heimisch gelten konnten. Noch 2007 waren es erst 5 Einzelwölfe, die in der Schweiz nachgewiesen werden konnten. Dies war auch die Zeit, in der die ersten Wölfe die Zentralschweiz besuchten, allesamt männliche Jungtiere, die weit umherschweifen und sich ein geeignetes Revier suchen. Seit der Bildung des ersten Schweizer Wolfsrudels in der Calanda/GR  2012 hat sich diese Situation stark verändert. Das Rudel zieht seit dann jedes Jahr erfolgreich Junge auf, die teilweise auch in die Zentralschweiz einwandern. Heute muss hierzulande jederzeit mit dem Auftauchen eines Wolfes gerechnet werden. Nachdem 2015 östlich von Bellinzona ein zweites Rudel und 2016 ein drittes Rudel im Augstbordgebiet/VS entstand, wächst die Schweizer Wolfpopulation relativ rasch an. 

Engagment WWF

Der WWF Zentralschweiz setzt sich zusammen mit dem WWF Schweiz für den Wolf in unserer Region ein. Dabei geht es um sachliche Information, die Konfliktminderung mit Schafhaltern und zunehmend auch um die Lösungssuche bei Konflikten mit Herdenschutzhunden in touristisch stark begangenen Gegenden. Mehr dazu hier.

Ein vom WWF initiierter Film zeigt das richtige Verhalten von Wandern und Bikern gegenüber Herdenschutzhunden.
 

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